WM-Tagebuch: Tag 2

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Am Samstag machten Stefan und ich uns auf den Weg nach Köln-Deutz. Wir wollten uns dort die extra für die Weltmeisterschaft “umgebaute” Kölnarena 2 (Trainingszentrum) und das Mannschaftshotel der deutschen Nationalmannschaft anschauen, in dem auch die Russen abgestiegen sind. Wie wir vor Ort feststellten, haben auch die Amerikaner und Finnen dort ihr Quartier bezogen. Eigentlich wollte ich zunächst zum Trainingszentrum, aber Stefan meinte, dass wir erst mal zum Hotel fahren sollten.

Als wir dort ankamen, stand der Mannschaftsbus von “Team Russia” vor dem Haupteingang. Russische Spieler waren aber nicht zu sehen. Dafür aber die Deutschen: John Tripp, Marcel Goc, Korbinian Holzer… In der Hotel-Lobby machten es sich Robert Dietrich und Philip Gogulla noch ein bisschen bequem, ehe es zum Training in die LANXESS arena ging. Ein Teil der Spieler machte sich zu Fuß auf den Weg dorthin. Andere Spieler nahmen den Bus, der kurz später vor dem Hotel vorfuhr. Der russische Mannschaftsbus war zwischenzeitlich abgefahren – ohne Spieler.

Dann kamen zwei Männer durch den Haupteingang, beide locker gekleidet. Ich schaute sie an und dachte: “Den kenn ich doch!” Es war Andy Greene von den New Jersey Devils! Er verließ das Hotel zusammen mit dem Torhüter Scott Clemmensen, der ebenfalls einige Jahre für die New Jersey Devils spielte. In diesen Tagen trägt er das Trikot der Vereinigten Staaten von Amerika und stand auch beim Eröffnungsspiel auf Schalke zwischen den Pfosten. Natürlich bin ich sofort auf sie zugegangen und habe Andy gefragt, ob er sich mit mir zusammen fotografieren lassen würde. Er machte es. Scott auch.

Me and Andy Greene

Nachdem wir am Hotel einige WM-Spieler gesehen hatten, liefen wir zur LANXESS arena, wo wir unsere Akkreditierungen für die WM abholten, um dort am Abend – Spielbeginn war um 20:15 Uhr – das Spiel Finnland gegen Dänemark zu sehen. Wir hatten eigentlich keine großen Erwartungen an die Partie. Wir dachten, dass Finnland das Spiel dominieren und relativ deutlich gegen Dänemark gewinnen würde. Wir lagen falsch! Dänemark machte von Anfang an Druck und ging schon früh in Führung. Die Dänen spielten überraschend gut und gewannen am Ende schließlich verdient mit 4:1 Toren.

Bereits vor dem Spiel herrschte eine tolle Atmosphäre. An den Ständen der Sponsoren konnte man an Gewinnspielen teilnehmen oder selber mal einen Eishockey-Schläger in die Hand nehmen und ein paar Scheiben schießen. Besonders beliebt bei den Fans waren aber die Getränkestände. Dort saßen und standen die Eishockey-Fans beieinander, tranken Kölsch und feierten. Es war einfach super, die vielen Fans aus den verschiedenen Ländern zu sehen – alle gut gelaunt.

Danish Hockey Fans

Auch in der Arena war die Stimmung super. Die dänischen Fans hatten sich in der Nordkurve positioniert und den gesamten Block in ein rotes Farbenmeer verwandelt. Dass die Dänen mit dem Spielverlauf mehr als zufrieden waren und dementsprechend feierten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Nach dem Spiel trieb es viele Fans in die Altstadt, wo sie den Abend bei ein, zwei weiteren Kölsch ausklingen ließen.

Von Fabian

9. Mai 2010 um 22:12