Archiv für ‘Frankfurt Lions’ (Tag)

Lions @ Freezers

ohne Deckel

Ein Gastbeitrag von Stefan.

In Hamburg sagt man Tschüss – in Frankfurt aber auch!

Schon länger wollte ich einen Gastbeitrag für “In The Box” schreiben. Habe es immer irgendwie vor mir hergeschoben. Und dann war es irgendwann zu spät, meine Geschichten aus der O2 World alle schon erzählt. Jetzt kann ich aber vom Auswärtsspiel der Lions in Hamburg (7. Dezember 2008) berichten.

Es war ein verregneter Sonntag Nachmittag, so wie man ihn sich mitten im Dezember vorstellt. Etwas später als normal bin ich aufgestanden und hatte dann gar nicht mehr so viel Zeit, loszuziehen. Mit dem Bus zur S-Bahn, einmal um die ganze Stadt herum (liegt wohl an diesem bescheidenen S-Bahn-System hier in Hamburg) und dann mit dem Shuttle zur Arena. Zur Color Line Arena: für viele eine der schönsten Hallen in Deutschland. Voller Erwartung gelange ich schnell durch die Einlasskontrolle ins Innere der Arena, die mich ein wenig an die Berliner O2 World erinnerte. Vielleicht nur nicht ganz so groß und mächtig.

Super war die Schnelligkeit am Getränkestand – lag aber wohl eher an der geringen Zuschauerzahl, erst recht im Oberrang. Weniger super waren dafür die Preise: ein Stück Pizza und ein großes Bier haben mich 7-8 Euro gekostet. Ein stolzer Preis, denn man möchte ja zudem auch noch Getränke für die anderen Drittel haben.

Als Gästefan stand saß ich an der einen Kopfseite gegenüber der Stehgeraden der Freezers, zweite Reihe direkt in der Mitte. Beste Sicht aufs Eis und Videowürfel. Hinter mir rund 40 Fans der Lions, mit denen man ordentlich Krach machen konnte, als die Hamburger Fans nach dem 4:1 in Schockstarre verfielen. Meine Stimme war ordentlich ramponiert, aber an mir hätte es nicht gelegen, wären wir am Ende als Verlierer vom Eis gegangen.

Vom Spiel an sich gibt es nicht viel zu berichten. Im zweiten Drittel drehten die Gäste auf und schossen innerhalb von 8 Minuten drei Tore. Die Hamburger waren dabei eher Statisten. Viel konnten sie dem Frankfurter Sturmlauf nicht entgegen setzen, erst als die Löwen etwas an Schwung verloren. Die Hamburger kamen noch einmal ran: das 3:4 machte das Spiel am Ende noch mal richtig spannend, da die Lions sicherlich auch ihrem hohen Tempo zuvor Tribut zollen mussten. Doch es reichte für den Sieg an der Elbe!

So kam es dann auch, dass ich zusammen mit ein paar Frankfurtern nach dem Spiel Richtung S-Bahn ging fuhr, in der wir noch einmal mit den letzen verbliebenen Kräften in der Stimme ordentlich für Stimmung sorgten. Am Jungfernstieg haben wir noch einen kleinen Ausflug über den Weihnachtsmarkt gemacht und den Hamburger Eventies mal gezeigt wie es richtig geht!

Von Fabian

13. Dezember 2008 um 15:11

Lions @ Pinguine

ohne Deckel

Meine Mission für den 14. November 2008 war klar: drei Punkte aus Krefeld entführen. Und diese Mission wurde erfolgreich abgeschlossen. Die drei Punkte gingen nach Frankfurt. Viel war nicht gerade los im Krefelder KönigPALAST. Gerade mal 4.546 Zuschauer waren vor Ort, rund 500 davon waren die “Schulsportmeister”, die Tickets für den Gästeblock bekommen hatten. Während des gesamten Spiels sangen wir immer wieder “LÖ-WEN, klappklappklapp, LÖ-WEN, klappklappklapp…”. Eine Gruppe Krefelder Mädels schrie während des “klappklappklapp” mit ihren piepsigen Stimmen “Scheiße!”. Im Schlussdrittel – es stand schon 2:2 – sangen wir wieder. Und die Mädels schrien wieder. Mittendrin sangen wir nicht mehr “Lö-wen”, sondern “Kre-feld”. Und die Mädels!? Genau! “Scheiße!” Vier, fünf Mal wiederholte sich dies, bis wir vor Lachen nicht mehr konnten.

…Lö-wen, Scheiße! Lö-wen, Scheiße! Kre-feld, Scheiße! Kre-feld, Scheiße! Kre-feld, Scheiße!…

Zum Spiel: Die Lions entschieden das Eröffnungsbully für sich und erarbeiteten sich gleich ihre erste Chance. Nach 12 Sekunden hätte es schon 0:1 stehen müssen, aber der Puck verfehlte das leere Tor, sodass es beim 0:0 blieb. Dann starteten die Gastgeber einen Angriff über Boris Blank, der aber kurz vor dem Abschluss zum Fall kam: Penalty für Krefeld. Blank trat selber an und verschoss. Das erste Drittel war relativ ausgeglichen, Krefeld sogar ein bisschen besser. Allerdings luden sie die Lions immer wieder zu Kontern ein. In der siebten Minute erzielten die Gäste den Führungstreffer. Pat Kavanagh bekam das Tor zugeschrieben. Die Scheibe wurde vor dem Tor abgefälscht. Wenn ich es richtig gesehen habe, kam die Scheibe von links außen in den Torraum, wo sie von einem Schlittschuh ins Tor sprang. In der 15. Minute fiel der Ausgleich: Daniel Pietta bezwang Ian Gordon mit einem harmlosen Schuss. Gordon sah da nicht wirklich gut aus.

Im zweiten Drittel dominierten dann aber die Gäste von Beginn an. Krefeld hatte große Mühe überhaupt aus dem eigenen Drittel zu kommen. Oft gelang es ihnen nur durch einen unerlaubten Weitschuss die Situation zu klären. Die Lions waren klar überlegen, aber der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Scott(y) Langkow und das Gestänge hielten die Pinguine im Spiel. Circa fünf Minuten vor Schluss konnten sich die Pinguine dann mal wieder im Löwen-Drittel festsetzen und die Lions zogen natürlich sofort eine Strafe. Jim Fahey erzielte das – meiner Meinung nach unverdiente – 2:1 für den Gastgeber. Mit dem Spielstand von 2:1 ging es in die zweite Drittelpause.

Auch im Schlussdrittel waren die Lions die überlegene Mannschaft. In der 46. Minute fiel endlich der Ausgleich! Jason Young hämmerte die Scheibe ins Tor und nutzte dabei eine Überzahl. Kurz vor Schluss zog Krefelds Neuzugang Jean-Francois Fortin eine Strafe. Und dieses Powerplay nutzten die Lions. 65 Sekunden vor Schluss traf Lasse Kopitz zum 3:2 für die Frankfurter. Das war die Entscheidung! Die Löwen waren den Pinguinen klar überlegen. Körperlich konnte der Tabellenführer überhaupt nicht mithalten. Wenn ich daran denke, wie die Krefelder Spieler teilweise aufs Eis geschickt wurden…traumhaft! Durch die körperliche Unterlegenheit gingen auch die meisten Zweikämpfe an die Hessen. Frankfurt spielte einfach cleverer und hat sich diese drei Punkte mehr als verdient.

Von Fabian

15. November 2008 um 17:42

Lions @ Scorpions

ohne Deckel

Am 2. November 2008 startete ich um 7:52 Uhr von Köln aus meinen “Road Trip” nach Hannover. Die Hinfahrt verlief soweit ohne Probleme. Zunächst fuhr ich mit dem Bus zum Neumarkt, wo ich in die Straßenbahn umgestiegen bin, die mich zum Kölner Hauptbahnhof brachte. Dort wartete bereits ein Regional-Express, mit dem ich bis nach Hamm fuhr, um dort erneut den Zug zu wechslen. In Hamm hatte ich ca. 15 Minuten Aufenthalt, ehe es mit dem nächsten Regional-Express nach Minden ging. Dort stieg ich dann in die S-Bahn mit dem Fahrziel Hannover. “Last, but not least” erwartete mich eine halbstündige Straßenbahn-Fahrt quer durch Hannover und das Umland. Nach ca. 5,5 Stunden hatte ich endlich mein Ziel erreicht: die TUI Arena.

TUI Arena Hannover

Nachdem ich in der Arena war, wollte ich zunächst erst mal etwas essen und trinken. Um sich in der TUI Arena jedoch etwas kaufen zu können, benötigt man an den meisten Ständen die “TUI Arena Card”. Diese Karte funktioniert letztendlich wie eine Geldkarte. Zunächst lädt man beispielsweise 15 oder 20 Euro auf die Karte. Dafür gibt es eine spezielle Kasse, an der man die Karte bekommen und auch wieder zurückgeben kann. Wenn man sich dann etwas kaufen will, legt man die Karte auf die Kasse und der Betrag wird von dem Guthaben abgezogen, aber erst nachdem man den zu zahlenden Betrag an der Kasse bestätigt hat. Umständlicher geht es wirklich nicht!

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Von Fabian

4. November 2008 um 13:20

“Bauernland sucks”

ohne Deckel

In der vergangenen Saison 2007/2008 reiste ich zu allen drei Playoff-Spielen ins Sauerland, zu den Iserlohn Roosters. Auch wenn ich nicht gerade gerne nach Iserlohn gefahren bin (so schnell werde ich auch sicherlich nicht wieder dorthin fahren), hatten wir jede Menge Spaß. Viele lustige Erinnerungen verbinde ich mit den Auswärtsspielen bei den Roosters. Wo fange ich am besten an?

Zu jedem Spiel produzierte ein Freund aus unserer NHL-Runde besondere Aufkleber, die wir alle vorne auf die Trikots klebten, sodass im Laufe der Playoffs nicht mehr viel vom Trikot zu sehen war, da die Aufkleber alles verdeckten. Die Texte der Aufkleber waren – zugegeben – etwas provokativ. Hier ein kleines Beispiel: “Bauernland SUCKS” (Viertelfinale – Spiel 3). Ich denke, das zeigte ganz klar unsere Abneigung gegenüber Iserlohn.

Rudelbildung

Ganz besonders unbeliebt machte sich jedoch Robert Hock, der Kapitän der Roosters. In jedem, in wirklich jedem Spiel hatte er den Schiedsrichtern etwas mitzuteilen. Ich weiß, als Kapitän darf und muss man mit den Schiedsrichtern sprechen, aber das war nicht mehr normal! Immer und immer wieder hatte er den Schiedsrichtern etwas zu sagen, auch wenn er zu diesen Zeitpunkten überhaupt keinen Grund dazu gehabt hatte. Deshalb wurde für Spiel 5 im Viertelfinale extra ein Aufkleber nur für ihn angefertigt: “SEELSORGE Robert Hock 02371-83576-91″. (Die Nummer 02371-83576 ist übrigens die Nummer von der Geschäftsstelle der Roosters, und die 91 ist die Spielernummer von Hock.)

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Von Fabian

17. August 2008 um 22:06